key challenges digitizing pathology workflow

5 wesentliche Herausforderungen bei der Digitalisierung von Arbeitsabläufen in der Pathologie

Die Digitalisierung der Arbeitsabläufe in der Pathologie bringt mehrere komplexe Herausforderungen mit sich. Diese wirken sich auf die Effizienz im Gesundheitswesen und die Patientenversorgung aus. Zu diesen Herausforderungen gehören die Verwaltung der Daten, die Integration in bestehende Systeme, die Optimierung der Arbeitsabläufe an sich, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie die Gewährleistung der diagnostischen Genauigkeit. Ihre Bewältigung ist entscheidend für die erfolgreiche Einführung der digitalen Pathologie.

Zusammenfassung

Schwierigkeiten bei digitalen Arbeitsabläufen in der Pathologie zu überwinden ist von entscheidender Bedeutung, um genaue und effiziente Arbeitsergebnisse zu gewährleisten. Obwohl die digitale Pathologie die Praxis der medizinischen Pathologie revolutioniert hat, stehen Pathologen und Pathologinnen weiterhin vor großen Herausforderungen. Zu den wichtigsten Themen gehören das Qualitäts- und Datenmanagement, Komplikationen bei der Integration bestehender Systeme und Arbeitsabläufe und nicht zuletzt Probleme bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass das Labor oder die medizinische Einrichtung diesen kritischen Aspekten ihrer digitalen Arbeitsabläufe Beachtung schenken und sie bewältigt. Diese Probleme in der Pathologie müssen individuell angegangen werden, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse so effizient wie möglich sind.

Herausforderungen in der Pathologie

Die Digitalisierung von Arbeitsabläufen in der Pathologie hilft bei der Bewältigung wichtiger pathologischer Probleme. Die digitale Bewegung hat die traditionelle Arbeitsweise revolutioniert und Routine- und Alltagsprozesse und -tätigkeiten einfacher und genauer gemacht. Sie bringt jedoch auch einige Probleme und Herausforderungen in der Pathologie mit, die so weit wie möglich angegangen und überwunden werden müssen, um von diesem wachsenden Trend profitieren zu können. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert einen individuellen Ansatz, um sie umfassender und genauer zu erfassen. Im Folgenden werden wir auf die fünf wichtigsten Probleme in der Pathologie eingehen, die einer besonderen Erwähnung bedürfen, um die Arbeitsabläufe in der digitalen Pathologie effektiver zu gestalten.

1. Qualität

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die in der digitalen Pathologie gewonnenen digitalen Bilder von hoher Qualität sind. In erster Linie bedeutet das, dass die Ergebnisse genau und konsistent sein müssen. Dies zu erreichen, kann jedoch manchmal schwierig sein. Beleuchtung, Fokus und Auflösung gehören zu den Herausforderungen in der Histopathologie und sind die Hauptfaktoren, die die Qualität des digitalen Bildes beeinträchtigen können. Um diesen Nachteil zu überwinden, muss ein Labor oder eine medizinische Einrichtung bestimmte Qualitätskontrollverfahren einhalten. In anderen Worten ist eine regelmäßige Bildkalibrierung und qualitative Überprüfung der Bilder nötig. Es ist auch ratsam, automatisierte Qualitätskontrollverfahren mit Hilfe von KI-Algorithmen zur Bildanalyse und Qualitätskontrolle einzusetzen.

2. Datenverwaltung

Digitale Pathologiesysteme kalibrieren große Mengen an Daten. Diese Bilder können von Standard-Proben bis hin zu Proben unterschiedlicher Größe gewonnen werden. Wenn das Labor oder die medizinische Einrichtung nicht auf die Datenverwaltung achtet, kann die Speicherung, Verwaltung und Analyse dieser Bilder recht schwierig sein. Die Daten müssen ordnungsgemäß gesichert und geschützt werden, um sicherzustellen, dass sie im Falle von Systemausfällen oder anderen technischen oder manuellen Fehlern nicht verloren gehen. Die beste Lösung zur Bewältigung dieser Herausforderung und zur Vermeidung größerer pathologischer Probleme ist eine robuste IT-Struktur, die bei der Speicherung, Verwaltung und Analyse einer großen Datenmenge hilfreich ist. Empfehlenswert ist auch ein Datenverwaltungsplan mit detaillierten Anweisungen, wie die Daten gespeichert, verwaltet und analysiert werden sollen, um den gesamten Prozess zu vereinfachen.

3. Integration mit bestehenden Systemen

Die digitalen Pathologiesysteme müssen nahtlos in die bestehenden Systeme des Labors und der IT-Infrastruktur integriert werden. Dazu gehören elektronische Krankenakten, Pathologie-, Labor- und Krankenhausinformationssysteme, Archivierungs- und Kommunikationssysteme sowie andere vom Pathologielabor verwendete Systeme. Ohne angemessene Integration können digitale Pathologiesysteme zu einem Engpass im pathologischen Arbeitsablauf werden, der den Prozess verlangsamt und das Fehlerrisiko erhöht. Diese Herausforderung kann nur bewältigt werden, wenn alle beteiligten Systeme in das digitale Pathologiesystem für Medizin und Forschung integriert werden.

4. Integration der Arbeitsabläufe

Die Integration der Arbeitsabläufe ist eines der Hauptprobleme in der Pathologie. Die Systeme für die digitale Pathologie müssen in die bestehenden pathologischen Arbeitsabläufe integriert werden. Dazu gehört die Integration der Systeme in die von Pathologen und Pathologinnen, Labortechniker:innen und anderen Mitgliedern des medizinischen Forschungsteams verwendeten Prozesse. Dies kann vor allem deshalb eine Herausforderung sein, weil die Art und Weise, wie die Pathologie praktiziert wird, geändert und manchmal sogar das medizinische Personal umgeschult werden muss. Alle Mitglieder des Pathologiesystems müssen in diese Prozesse einbezogen werden. Nur so ist es möglich, die Vorteile der Digitalisierung zu maximieren und die Risiken zu minimieren. In diesem Fall ist sie auch für die Pathologie-Informatik von Nutzen. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn es darum geht, einen neuen Arbeitsablauf zu entwerfen, der ein digitales Pathologiesystem beinhaltet.

5. Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Zu den Problemen und Herausforderungen der digitalen Pathologie gehören auch Fragen der Einhaltung von Vorschriften. Digitale Pathologiesysteme müssen verschiedene gesetzliche Vorschriften wie HIPAA und CLIA einhalten, um sicherzustellen, dass die Daten von Patient:innen geschützt sind und die Systeme für diagnostische Zwecke verwendet werden. Dazu gehört auch die Datensicherheit und dass die Daten von Patient:innen nur von qualifiziertem Personal verwendet werden. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften ist sogar ein Weg, um Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten und gleichzeitig die Standards der Aufsichtsbehörden zu erfüllen. Strenge Sicherheitsmaßnahmen sind erforderlich, um die Daten von Patient:innen zu schützen und sicherzustellen, dass das System nur von qualifiziertem Personal verwendet wird. Um all diese Standards der Regulierungsbehörden, z. B. HIPAA und CLIA, zu erfüllen, ist es außerdem notwendig, eine regelmäßige, optimierte Bewertung einzurichten, die Genauigkeit und Zuverlässigkeit gewährleistet.

Wie das Canizzaro-Krankenhaus die Herausforderungen überwunden hat

Ein Krankenhaus in Catania, Italien, hat einige der mit der Digitalisierung der Pathologie verbundenen Herausforderungen mit Erfolg bewältigt. Das Krankenhaus hat erfolgreich das Whole Slide Imaging (WSI) für die klinische Routinepraxis eingeführt – eines der seltenen Beispiele auf globaler Ebene. Alle (100 %) permanenten histopathologischen Glasobjektträger wurden digitalisiert. Zur Vereinfachung der Arbeitsabläufe wurden kompatible Färbe- und Scangeräte eingesetzt.

Verbesserung des Slidemanagements durch bidirektionale Softwareintegration

Es wurde eine Software zur Verwaltung der Proben verwendet, die über eine bidirektionale Schnittstelle mit den Informationssystemen des anatomischen pathologischen Labors verbunden war. Virtuelle Objektträgermagazine wurden mit dem 2D-Barcode-Tracking-System verbunden. So konnten die Pathologen und Pathologinnen überprüfen, ob sie die Proben richtig zugeordnet hatten und dass alle Gewebe auf den Glasobjektträgern gescannt wurden. Über 115.000 Glasobjektträger wurden digitalisiert. Durch das Trocknen der Glasobjektträger vor dem Scannen wurde das Anhaften an den Scangeräten minimiert. Die Umsetzung erforderte die Einführung eines 2D-Barcode-Trackingsystems sowie eine Änderung der Arbeitsabläufe in der Histologie.

Optimierung von Arbeitsabläufen und IT-Integration für eine effektive WSI-Einführung

Die effektive Einführung von WSI für die Primärdiagnostik hing mehr von der Optimierung der Variablen vor dem Scannen und der Integration mit Laborinformationssystemen als von der informationstechnischen Infrastruktur ab. Die Einführung der digitalen Pathologie in der Routinepraxis ermöglichte es nicht nur die Vorteile der digitalen Bildgebung zu nutzen, sondern auch die Arbeitsabläufe im Pathologielabor zu standardisieren.

Fazit

Die Digitalisierung der Arbeitsabläufe in der Pathologie birgt ein großes Potenzial für die pathologische Praxis, bringt aber auch einige Hindernisse, die es zu überwinden gilt hervor. Datenmanagement, Qualitätskontrolle, Integration in bestehende Systeme, Integration in Arbeitsabläufe und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sind die größten Herausforderungen, denen sich Pathologen und Pathologinnen heute bei digitalisierten Arbeitsabläufen stellen müssen. Um diese Herausforderungen zu meistern, müssen medizinische Einrichtungen und Labore auf die richtige Implementierung digitaler Pathologie-Workflows achten, um die Vorteile der Digitalisierung zu maximieren und die Risiken zu minimieren. Ein umfassender Ansatz ist entscheidend. Alle am Arbeitsablauf Beteiligten müssen einbezogen werden, da jeder Aspekt des Prozesses, von der Qualitätskontrolle bis hin zu Sicherheits- und Rechtsaspekten, ordnungsgemäß funktionieren muss. Nur so kann ein maximaler Nutzen gewährleistet und mögliche Risiken vermieden werden. PreciPoint bietet Produkte und Dienstleistungen, die all diese Herausforderungen angehen und die Digitalisierung bestehender Prozesse reibungslos und schnell machen.